Blog - Meine Gedanken zum Tagesgeschehen

 Zu oft nehmen wir unkritisch Meldungen und Nachrichten zur Kenntnis, ohne sie zu hinterfragen. Wir reihen uns ein in den grossen Fluss des gängigen Mainstreams. Sei es, weil wir alles glauben was uns die Medien vorsetzen, uns die Zeit fehlt uns mit der Materie vertraut zu machen oder einfach, weil es uns nicht interessiert. Ich werde nun in unregelmässigen Abständen, Geschehnisse aus meiner Sicht kommentieren. Kritische Anmerkungen? Dann schreiben Sie mir ein Mail. Auf ; k.schmid.top@bluewin.ch

09.12.2016
Eine Art journalistischer Ehrenkodex empfiehlt, die Herkunft von Tätern oder Opfern nur dann zu nennen, „wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht“. In Schweden gibt es seit etwa einem Jahr eine ganz ähnliche Diskussion – allerdings unter verschärften Bedingungen. Die schwedische Polizei sammelt in einem speziellen Register Straftaten, bei denen Flüchtlinge oder Zugewanderte entweder Täter oder Opfer waren. Seit mehr als einem Jahr werden diese unter dem Code 291 zu einer Statistik zusammengefasst – die Daten würden aber unter Verschluss gehalten. Als Grund wird die Angst davor vermutet, rechte Bewegungen könnten die Statistik ausschlachten und fremdenfeindliche Stimmungen schüren. Gegner dieser Argumentation befürchten jedoch, dass die Geheimniskrämerei denselben Effekt haben könnte. Genau hier liegt doch das Problem, wir leben in einer offenen Gesellschaft. Bei allem, was nicht der Sicherheit des Staates dient, gilt das Öffentlichkeitsprinzip. Wer nun glaubt mit einer solchen Geheimniskrämerei die Bürger ruhigstellen zu können, sollte sich die Mühe machen sich ein wenig in den sozialen Netzwerken umzuschauen. Er wird schnell zur Erkenntnis kommen, dass damit genau das Gegenteil erreicht wurde. Je mehr Politiker die Bürger als dummes Wahlvieh betrachten, die das alles gar nichts angeht und ihre Ängste und Sorgen als absurd bezeichnen, müssen sich nicht wundern, wenn ihnen eines Tages der Laden um die Ohren fliegt.