Humanismus versus Pragatismus

Was ist im Moment wichtiger? Humanismus oder Pragmatismus

Wenn eine freie offene Gesellschaft zu einer Bedrohung für gläubige Menschen wird, müssen sich dann die Gläubigen anpassen oder die freie Gesellschaft?

Kaum einmal in der Vergangenheit hat uns die Flüchtlingsfrage derart beschäftigt wie in den letzten Monaten. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass jemals so verbissen darüber gestritten wurde, ob wir diese Zuwanderer aufnehmen sollten, oder sie bereits an den Aussengrenzen zurückweisen müssten. Als 1956 die Ungaren- und 1968 die Menschen aus der Tschechoslowakei flüchteten, war vermutlich kaum jemand dagegen diese Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Warum denn jetzt, warum sperren sich viele derart, diese Menschen aus Nordafrika und Schwarzafrika aufzunehmen?  Liegt es vielleicht daran, dass es sich in erster Linie um Wirtschaftsflüchtlinge handelt, oder weil sie einer Kultur angehören, die sich so sehr von der unsrigen unterscheidet? Oder sind es gar beide Gründe? Ist es so schwer solche Gründe für eine Ablehnung zu verstehen?
Diejenigen, die sie jubelnd begrüssen und aufnehmen wollen, zählen sich zu den Guten, reklamieren für sich, über viel Empathie zu verfügen und schieben die, die nicht ihrer Meinung sind, in die Ecke der Rechtsradikalen und Nazis. Sind diejenigen, die diese Massen aus allen Herrenländern zurückweisen wollen wirklich die Schlechten, oder sind die einfach in der Lage weiter nach vorne zu blicken? Sind die Guten wirklich die Guten oder einfach Naivlinge und Heuchler? Wissen die nicht oder verdrängen sie es einfach, dass jeden Tag ca. dreissig- bis vierzigtausend Kinder an Hunger sterben, dass jeden Tag rund eine Milliarde Menschen hungrig schlafen gehen muss. Gilt ihre Hilfe nur, wenn die Menschen direkt vor einem stehen, werden damit die Guten vielleicht zu den Schlechten, weil sie die Augen verschliessen, vor all den bitter Armen die nicht über das Geld verfügen, das notwendig ist, um nach Europa zu fliehen?
Versuchen wir uns einmal von den Emotionen zu trennen und das Ganze aus einer sachlichen Distanz anzuschauen. In ganz Europa leben schätzungsweise (ohne Russland, dafür mit den baltischen Republiken, Weißrussland und der Ukraine) rund 413 Millionen Menschen. Die Russische Föderation allein hat ca. 147 Millionen Einwohner, von denen aber nur etwa 65% im europäischen Teil sesshaft sind. Betrachten wir die Herkunftsgebiete, von wo die Zuwanderung nun stattfindet. Alleine die Bevölkerung Afrikas, zählte 2015 circa 1.171 Milliarden, bis 2050 wird sie auf etwa 2 Milliarden anwachsend. In der Sub Sahra ist die durchschnittliche Fertilität immer noch über 5 Kinder pro Frau. Das heisst, für Nachwuchs ist gesorgt und dies in einer solchen schierer Menge, dass es niemals gut gehen kann und schon gar nicht humanitär zu lösen ist. Das ist die eine Seite, die immer noch explodierenden Bevölkerungszahlen. Dazu kommt der Klimawandel, die Desertifikation besonders in Afrika, schreitet mit gewaltigen Schritten voran. Jährlich verliert die Erde 24 Milliarden Tonnen wertvoller Oberboden, bis zum Jahre 2025 könnte das verfügbare Ackerland im Vergleich zu 1990 in Afrika um zwei Drittel und in Asien um ein Drittel zurückgehen. Auch die Wasserverknappung wird immer dramatischer, eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Das heisst, zu den Hungernden, infolge der starke Vermehrung, kommen noch die Hungernden der sich immer mehr verschärfenden Klimasituation dazu. Es braucht keinen besonderen Weitblick, um zu erkennen, dass aus dieser Situation weitere Konflikte und Kriege folgen werden, alleine schon als Folge der knapper werdenden Ressourcen. Das heisst wiederum, es werden nicht mehr einige Millionen Menschen sein, die nach Norden in eine vermeintlich bessere Welt zu fliehen versuchen, es werden Dutzende Millionen sein, wenn nicht noch viel mehr. Spätestens dann wird die Willkommenskultur sich in Luft auflösen. Wenn ein Bedürftiger an die Türe klopft, kann dem ja noch geholfen werden, vielleicht sogar, wenn es drei oder vier sind, wenn es aber Hunderte sind, bleibt nicht einmal mehr die Luft zum Atmen. Menschen mit viel Empathie fordern, wenn Menschen an unsere Türe klopfen, ist es unsere Pflicht ihnen zu helfen, schön und gut, was ist den mit den rund dreissig- bis vierzig Tausend Kindern die jeden Tag an Hunger sterben, wer hilft denen? Oder endet Empathie da, wo wir sie nicht direkt vor Augen haben? Ist das nicht eine unsägliche Heuchelei?
              Ein weiterer Aspekt bei der derzeitigen und zukünftigen Flüchtlingsfrage ist die Durchmischung in den Aufnahmeländern. Wenn die Kanzlerin Merkel breitmundig verkündet die Integration sei kein Problem, hat sie offensichtlich beim Fach «Geschichte» gefehlt. Ob Multikulti gelingen kann, hängt von zwei entscheidenden Faktoren ab, der Eine ist die Menge und der Andere die Religionszugehörigkeit. Die Geschichte ist voll mit Beispielen, die allesamt blutig endeten. So konnten unzählige Religionskriege erst gebannt werden, mit dem Augsburger Religionsfriede (von 1555) anerkannte das Augsburger Bekenntnis der protestantischen Reichsstände von 1530 und bestätigte somit die rechtliche Gleichstellung von Protestanten und Katholiken. Das hiess, erst durch die Homogenisierung in den verschiedenen Herrschaftsgebieten getrennt nach Religion kehrte wieder Friede ein. Unvergessen die Schlächterei in Ruanda mit den Tutsis und Hutus, der Krieg in Jugoslawien, zwischen römisch-katholischen, orthodoxen und Muslimen. Ganz aktuell der Krieg in Syrien zwischen den Hauptgruppen Sunniten und Schiiten, ebenso aktuell Ägypten, hier wird die Armee von den Saudis mit ihrem Wahhabismus, mit massiven Mitteln unterstützt, für ihren Kampf gegen die wesentlich gemässigteren Muslimbrüder. Alle geben vor denselben Gott zu verehren, wenn es aber um Macht und Einfluss geht, ist Schluss mit der Übereinstimmung. Eher säkular orientierte Muslime werden den Rank mit mehrheitlich säkularen Christen vermutlich finden, wer aber glaubt, strenggläubige meist mit wahhabitischer Ausrichtung, indoktrinierten würde das auch gelingen, ist mehr als nur blauäugig. Dabei ist Deutschland ein sehr gutes Beispiel, vor rund fünfzig Jahren wanderten die Ersten türkischen Gastarbeiter ein. Die Allermeisten sonderten sich ab und bildeten eine Parallelgesellschaft, diese verstärkten sich je mehr in diese in sich geschlossenen Communities strömen. Nicht nur fordern sie Rechte für sich ein, die Andersgläubigen in islamischen Staaten niemals zugestanden würden, sie verweigern auch die Regeln und Normen des Gastgeberlandes. Für die meisten Muslime stand und steht die Kultur ihrer Herkunftsländer über der ihrer neuen Heimat. Ist doch der fehlende Wille zur Integration auch eine der Pflichten des Korans, der die Verbrüderung mit Andersgläubigen strikte untersagt. Nachzulesen im Koran, Sure 5:51 nehmt euch nicht Juden oder Christen zu Freunden. Oder weiter in der Sure: 3:118 Ihr Gläubigen nehmt euch nicht Leute zu Vertrauten, die ausserhalb eurer Gemeinschaft stehen. Dazu kommt, dass sie zum Einkaufen ihr Refugium nicht mehr verlassen müssen, gibt es doch in den grossen Zentren alles, was sie zum alltäglichen Leben brauchen. Die Kultur oder die Sprache können sie beibehalten, hilft ihnen doch die technischen Möglichkeiten ihre Heimatsender Tag und Nacht zu empfangen. Dabei können sie genüsslich sich Serien anschauen, die sie in ihrer rückständigen und Frauenfeindlichen Haltung bestärken.  Dies bildete der Nährboden für eine demokratiefeindliche Haltung und förderte die Radikalisierung besonders unter jungen Muslimen. Die Schuld an dieser Entwicklung nur den Muslimen zuzuschieben wäre falsch, die zumindest gleich grosse Schuld tragen alle die, die meinen mit einer falsch verstandenen Toleranz den Fremden entgegenkommen zu müssen. Mit dieser Toleranzhaltung untergraben sie unsere freiheitliche Rechtsordnung und die Errungenschaften, die sich unsere Frauen über Jahrzehnte, ja Jahrhunderte erkämpften. Ein weiteres Faktum, das sich nicht wegdiskutieren lässt, Demokratie und Islam ist wie Feuer und Wasser, zugegeben das gilt nicht nur für den Islam, praktisch alle strenggläubigen Spinner stellen das göttliche Recht vor das Weltliche. Strenggläubigkeit und Pluralismus und freiheitliche Lebensweise, ist nicht miteinander vereinbar. Jeder der diese Haltung auch in aller Sachlichkeit kritisiert bekommt sogleich das Schild «Nazi» umgehängt. Die gleichen ewig toleranten Menschen prangern jeden noch so kleinsten Versuch umgehend als Nazi und fremdenfeindlich an, die darauf abzielen den Fremden unsere Werte zu vermitteln und sie dazu zu bringen diese auch anzuerkennen. Wenn aber salafistisch indoktrinierte zu Gewalt gegen ungläubige Aufrufen und schlimmste Hetzreden halten, wird alles hervorgeklaubt, um diese Ausfälle zu rechtfertigen. Wenn es sich um wenige handelt, die sich ein einer solchen Parallelgesellschaft bewegen, kann man noch versuchen Gegensteuer zu geben, bei den Massen, wie sie inzwischen in vielen Europäischen Ländern angekommen sind, wird es schlichtweg unmöglich. Wenn wir noch zusätzlich alles unternehmen, im vorauseilenden Gehorsam ihnen in ihren Wünschen entgegen kommen, ihnen muslimische Feiertage gewähren, erlauben ein parallel Justiz in Form von Scharia Gerichten zu betreiben, Weihnachtsmärkte in Wintermärkte umtaufen, Zensur üben bei der Kunst, den Karikaturen und wo noch sonst, nur  um sie nicht zu verärgern, kommt mir das vor, als würden wir einem Krokodil die besten Fleischstücke hinwerfen, um sicher zu stellen, dass es uns eines Tages nicht frisst.
Unsere Toleranz führt zu diversen Verschiebungen in der Gesellschaft, ein Beispiel, in diversen Städten haben sich in Deutschland und anderswo kriminelle Clans gebildet. In Bremen die Familie Miri, von den rund 2600 Miris sind über 1200 mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Sie beherrschen ganze Stadtteile und bilden eine Parallelgesellschaft, natürlich ich bin mir bewusst, wir haben schon über Jahrhunderte Parallelgesellschaften, reich – arm, Klöster, ja überhaupt der Katholizismus, um nur einige zu nennen. Müssen wir aber diese noch ausdehnen? In Berlin heisst der Clan Mhallami mit etwa 8000 Mitgliedern. Auch dieser Clans lebt in einer Parallelgesellschaft, da wird bei Konflikten nicht die Polizei gerufen, das wird intern erledigt. Wie weit unsere übertriebene Toleranz führen kann, zeigen einige weitere Beispiele, die zu denken geben müssten. Auf einem im vergangenem März aufgenommen Video zeigt nicht irgendwelche Untergrundmoslems in einem verborgenen Keller, die sich der staatlichen Autorität entziehen. Ganz im Gegenteil. Das Video zeigt die Versammlung eines offiziellen Islamzentrums in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Dort hatte sich nicht klammheimlich eine verbotene Islamistengruppe getroffen. Die Filmaufnahmen zeigen eine reguläre Versammlung ganz normaler in Norwegen lebender Moslems, von denen viele bereits die norwegische Staatsbürgerschaft besitzen. An der dreitägigen Versammlung mit dem Titel Peace Conference Scandinavia 2013 von Islam Net nahmen vom 23.-25. März insgesamt rund 4000 Moslems teil. Islam Net, versteht sich laut Internetauftritt islamnet.no als Dachverband der norwegischen Moslems. Bei einem Teil der Veranstaltung ging es um Themen wie Trennung von Mann und Frau, Steinigung von Frauen und Homosexuellen. Der Organisator der Versammlung, Fahad Ullah Qureshi von Islam Net, fragte die Anwesenden, ob sie sich dafür oder dagegen aussprechen.
Eine Frage lautet: „Wie viele von euch sind einverstanden mit den im Koran und der Sunna geschriebenen Strafen, sei es Tötung, sei es Steinigung für Ehebruch, oder welche auch immer, dass sie direkt von Allah stammen und seinem Propheten, dass es sich um die bestmögliche Strafe für Menschen handelt und dass sie in dieser Welt anzuwenden sind? Wer ist damit einverstanden?“ Der Großteil der anwesenden Moslems sprach sich dafür aus. Wie die Aufnahmen zeigen, ist das Ergebnis sogar einhellig.
Das Zauberwort müsste heissen Integration, das ist im Grundsatz richtig – nur, es gibt zwei grosse ABER, das Eine um Integrieren zu können, braucht es auch das Wollen und das Zweite, wen die Masse zu gross wird, bilden sich Gettos, und dann ist nichts mehr mit Integration. Wenn die Zahl der Muslime zu gross wird, steht die ganze liberale Gesellschaft selbst auf dem Prüfstand. Es ist nicht lange her, da hielt man «Leitkultur» für etwas Rechtsradikales und empfand die Forderung, die deutsche Sprache zu lernen, als Zumutung und repressive Assimilation. Die Begrüssungskultur macht nur eine Weile lang Spass, vor allem, wenn man ahnt, dass das dicke Ende erst noch kommt. 70 Prozent der inzwischen etwa eine Million Flüchtlinge, die alleine nach Deutschland hineinströmten handelt es sich vorwiegend um junge Männer, die ihre Familien nachziehen werden. Es werden also sehr bald mehrere Millionen sein. Dann werden die Proteste in der Bevölkerung rabiater, die Ausschreitungen zunehmen, dann wird Schluss sein mit dem Deutschland als das moralische Vorbild. Der Anteil religiös ungebundener, zum Teil dezidiert atheistischer Bürger hat sich in letzten Jahren deutlich erhöht. Nun stossen bedingt durch die Einwanderung einer großen Zahl zum Teil sehr religiöser Menschen muslimischen Glaubens in dieses entstandene Vakuum. Durch diese Entwicklung eines bikonfessionellen zu einem multireligiösen und vor allem auch multikulturellen Gemeinwesen, wird sich die Lage dramatisch verändert.
Insbesondere hat und wird diese Entwicklung zu einer qualitativ wie quantitativ erkennbaren Steigerung entsprechender Glaubens- und Kulturkonflikte führen, die über kurz oder lang auch die Rechtsordnung herausforderten: Schächten, Kopftuchtragen, Schwimmunterricht für muslimische Mädchen oder der Streit um die vermeintliche Beleidigung des Islam durch Karikaturen oder Operninszenierungen mögen als Stichworte genügen. Die vielfältigen Konfliktzonen und Konfliktherde stellen die Fähigkeit, Pluralität in Glaubensfragen mit all ihren Konsequenzen zu ertragen, auf eine schwere Probe, zumal es nicht nur um das Mit- und Gegeneinander unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten geht, sondern sich Religion in einem Verfassungsstaat entfaltet, der Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit garantiert. Dass davon auch die bis hin zur Karikatur und zur Satire reichende Kritik an den Religionen gehört, zählt zum genetischen Code moderner freiheitlicher Verfassungsstaatlichkeit in Europa. Die Akzeptanz dieses Umstandes scheint zumal dort schwierig zu sein, wo geschlossene kulturelle Milieus mit geringer Toleranzfähigkeit und ausgeprägtem Kränkungsfetischismus existieren, die jede Infragestellung des eigenen Glaubens oder Kritik an ihm als massiven Angriff auf die eigene Identität und als unerträgliche Zumutung betrachtet wird. Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt aber davon, dass derartige Zumutungen ertragen und ausgehalten werden - und er wird nur fortbestehen, solange das auch geschieht. Das ist der Preis für die gleiche Freiheit aller, in einer pluralen Lebenswelt. Es gilt der prinzipielle Vorrang der Freiheit. Wenn Muslime sich im Fall einer umstrittenen Operninszenierung über die angebliche Verhöhnung ihrer Religion empören, so ist das ihr Recht. Aber klar muss sein, dass deshalb die Oper nicht verboten oder abgesetzt werden darf. Dasselbe gilt für Bilder in Museen. Nicht die empörten Mitglieder der Religionsgemeinschaft sind vor der Aufführung der Oper zu schützen (niemand zwingt sie ja zum Besuch), sondern die Opernaufführung vor Störern. Zur verfassungsstaatlich gewährleisteten Freiheit gehört auch die geistige Provokation Dritter.
Der offene, kritische, plurale Meinungsbildungsprozess macht vor den Religionen nicht halt. Die Definitionsmacht über die Grenzen der Freiheitsausübung liegt dabei nicht bei den besonders empfindlichen Betroffenen. Ihr Kränkungseifer hätte es sonst in der Hand, die Freiheitsausübungen Dritter ins Unrecht zu setzen. Niemand hat in einem pluralistischen freiheitlichen Gemeinwesen einen Anspruch darauf, bestimmte ihm lästige oder widerwärtige Dinge nicht zu sehen oder zur Kenntnis nehmen zu müssen. Zur aktuellen Situation, die meisten Flüchtlinge kommen aus Gebieten mit einem völlig anderen Verständnis von Grundwerten und Demokratie. Sie kommen mit einer völlig anderen Vorstellung von Solidarität und öffentlichem Eigentum zu uns. Und sie haben Familienvorstellungen und ein Frauenbild, das uns schaudern lässt. Auf die ersten Alarmzeichen werden Staaten kaum reagiert, es werden keine notwendigen Stoppsignale auch gegenüber Flüchtlingen gesetzt, obwohl Artikel 2 der Genfer Flüchtlingskonvention genau dies vorsieht: "Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere die Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten."
Es geht darum zu kritisieren, dass Rechtsstaaten nicht dagegen vorgehen. Wenn wir den Rechtsstaat mit einem Mantel der falschen Nächstenliebe, aus falsch verstandener political correctness ausser Kraft setzen, verlieren wir ihn. Unsere Politiker und unsere Medien sind voll von Verständnis für schwierige Einzelschicksale von Flüchtlingen. Das ist nachvollziehbar, besonders dann, wenn Empathie und Betroffenheit das rationale Denken ausser Kraft setzen. Nicht nachvollziehen kann ich das Verschweigen von Problemen, das Schönreden und Kritisieren mit der dümmlichen Keule, sei es die Nazi- oder Fremdenfeindlichkeitskeule die Mahnenden zum Schweigen gebracht werden. Genau diese Schönredner, produziert im Ergebnis Rechtsradikalismus und helfen beim Abbau des Rechtsstaates.

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